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Für Schloss-Besucher soll es in Mickhausen einen eigenen Parkplatz geben

Mickhausen, den 12. 07. 2021

PLUS Das Staudenschloss in Mickhausen erhält auf einem Areal an der Schmutter rund 200 Parkplätze. Besucher müssen dann nicht mehr im Ort parken.

VON SIEGFRIED P. RUPPRECHT

Jetzt ist klar, wie Besucher in Zukunft zum Staudenschloss kommen: Sie sollen außerhalb auf einem Parkplatz ihre Autos abstellen und dann zum Schloss laufen.

Für das Projekt, das auch die Fußwege von den Parkflächen zum Staudenschloss und zwei Fußgängerbrücken beinhaltet, ist unter anderem eine Änderung des Flächennutzungsplanes erforderlich. Sie war Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

 

 

Für den neuen Parkplatz wurde von der federführenden Hermann-Messerschmidt-Kulturerbe-Stiftung ein Areal von einem Hektar Größe an der Schmutter, gegenüber dem Fußballplatz, erworben. Wie Constantin Vogg vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Großaitingen dem Gremium mitteilte, handele es sich um einen reinen Parkplatz, ohne weitere bauliche Anlagen. Die Parkfläche mit einer kombinierten Ein- und Ausfahrt umfasst knapp 7000 Quadratmeter und soll das Abstellen von rund 200 Fahrzeugen ermöglichen. Die Parkfläche erhält an drei Seiten eine Eingrünung mit Büschen beziehungsweise Bäumen. Der Gemeinderat entschied sich ohne Gegenstimme für das notwendige Prozedere.

Absage an den Mobilfunkmast-Standort in Grimoldsried

Klar Stellung bezogen die Gemeinderäte in Mickhausen in ihrer jüngsten Sitzung zur Errichtung eines Mobilfunkmastes im Ortsteil Grimoldsried. Einstimmig stimmten sie dafür, dass der gewählte Standort der Firma 1&1 Versatel GmbH Deutschland auf der Flurnummer 225 der dortigen Gemarkung nicht in Betracht kommt. Sie führten dafür optische Gründe an. Für den Sendemast im nördlichen Teil Grimoldsrieds lag die Freigabe für einen Mast mit 30 Meter Höhe vor.

Hintergrund: Die Telefónica Deutschland ist in Grimoldsried auf der Suche nach einem Standort für einen leistungsstarken Mobilfunkmast. Das hat unter anderem damit zu tun, dass die Netzbetreiber bis 2022 mindestens 98 Prozent der Haushalte je Bundesland mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde versorgen müssen.

Optik stört die Grimoldsrieder

Von den von der Gemeinde vorgeschlagenen Flächen in Grimoldsried blieb nur ein Areal, eben die Flurnummer 225, übrig. Dort seien Faktoren wie Bebaubarkeit, Lage und Erschließung wirtschaftlich möglich, teilte der Vertreter von 1&1 Versatel in einer Informationsveranstaltung vor rund zwei Wochen im Gemeinschaftshaus in Grimoldsried mit.

Bei diesem Treffen ergab sich das Bild, dass die Grimoldsrieder nicht grundsätzlich gegen die Errichtung eines Sendemastes zur besseren Versorgung des Mobilfunks vor Ort war. Sie störten sich allerdings erheblich an der Optik des hohen Mastes am ausgewählten Standort. Das machten die Besucher sowohl dem Referenten als auch dem Bürgermeister und den anwesenden Gemeinderäten deutlich.

Nun beschloss das Gremium, über einen weiteren geeigneten Standort zu beraten. Dazu sollen die Gemeinderäte Roland Rieger und Norbert Rösler, gegebenenfalls mit Unterstützung von Interessierten aus Grimoldsried, mit dem Firmenvertreter sprechen. Es geht auch um die tatsächliche Höhe des Mastes. Wenn eine andere geeignete Fläche gefunden ist, regte Bürgermeister Mirko Kujath eine erneute Informationsveranstaltung an.

Vertreter von Real West stellen sich vor

In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellten der Vorsitzende der Regionalentwicklung Augsburg Land West, kurz Real West, Hubert Kraus, und Geschäftsführer Benjamin Walther die Ziele und Aufgaben des Vereins vor. Als Hauptaufgaben bezeichneten sie die Umsetzung und Begleitung von Projekten mit und ohne Leader-Fördermittel sowie lokale Entwicklungsstrategien unter anderem zu Themen wie Umweltschutz, Naherholung und Kulturregion. Dabei ermunterten sie das Gremium, sich bei geplanten Konzepten an den Verein zu wenden.

Zudem informierte der Bürgermeister, dass im Zuge der Umbaumaßnahmen am Feuerwehrhaus in Münster und der Gestaltung der neuen Ortsmitte die Dosen- und Altglascontainer umgesetzt worden seien. Sie befinden sich nun beim Gemeindestadel, am Weg, der an der Grenze zu Kelchried von der Weberstraße abzweigt. Darüber hinaus würden die Asphaltarbeiten im Baugebiet "Westlich der Viehweidestraße" demnächst abgeschlossen.